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Funktionen (2) - Argumente näher beleuchtet

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Argumente sind das Salz von Funktionen.

Im zweiten Teil dieses Tutorials untersuchen wir Argumente genauer.

Im Nachfolgenden sehen Sie eine kleine Tabelle, mit dieser werden wir uns genauer auseinandersetzen.

 
 ABC
1   
2 25 
3 10 
4 30 
5 4 
6 69 
7   
Formeln der Tabelle
B6 : =SUMME(B2:B5)
 

Sieht doch ganz harmlos aus und altbekannt.
Wir setzen die Summenfunktion mit dem Argument B2:B5 ein.
Dieses Argument besteht aus den Zellen B2 bis B5 also B2 B3 B4 B5
Die Summenfunktion soll uns also in diesem Fall die Inhalte dieser Zellen zusammenzählen.

Merksatz 1. Zellen sind nur Platzhalter

Um es nochmal zu formulieren:
Mit meinem obigen Ausdruck sage ich Excel: Zähle die Platzhalter B2 B3 B4 B5 zusammen.

Unser Argument ist B2:B5. Mit diesem Ausdruck bestimmen wir alle Zellen von B2:B5
Ein Bereich ist wie folgt definiert:
Durch seine linke obere Zelle und durch seine rechte untere Zelle, getrennt durch einen Doppelpunkt.
Alle Zellen die im Rechteck dieser beiden Zellen liegen gehören zum Bereich.
Schreibe ich B2:C4 wären dies also B2,B3,B4,C2,C3,C4.

Merksatz 2. Ein Bereich wird immer durch seine linke obere und durch seine rechte untere Zelle definiert.


Jetzt ist natürlich die Frage: Ist denn wenn ich nur B2 schreibe dies ein Bereich?
Ja, natürlich, in diesem Fall ist nur die linke obere und rechte untere Zelle identisch und muss nicht beide angeben. Aber SUMME(B2:B2) ist ein durchaus gültiger , wenn auch unsinniger, Ausdruck.

Merksatz 3. Ein Bereich ist immer vollständig, ich kann keine Zellen ausnehmen

Dies ist so und wenn ich auseinanderliegende Zellen bearbeiten will, muss ich mit mehreren Bereichen arbeiten.

Zurück zu unserem Beispiel:
Ein häufiger Irrtum ist, dass Argumente in Funktionen Zellbezüge sein müssen.
Dies ist natürlich Unsinn. Ein Argument kann alles mögliche sein, Hauptsache es hat als Inhalt den richtigen Typ.

Summe(10;14;25) ist die Summenfunkion mit 3 Argumenten und diese Argumente sind einfach Zahlen.

Merksatz 4. Argumente können irgendwas sein, Hauptsache sie haben den Typ den die Funktion für dieses Argument benötigt !


Merksatz 4 ist das wichtigste, was man bei Funktionen verstehen muss.

Mit dem Summenbeispiel nochmals klar gemacht:


Summe(B2:B5) gibt als Argument den Bereich. In den Zellen stehen Zahlen.
Die Summenfunktion benötigt Zahlen als Argument. Also OK

Summe(10;14;25) hat als Argumente 3 Zahlen, die Summenfunktion benötigt Zahlen als Argumente. Also OK.

Summe(3+4;7+5) Hat als Argumente 2 Berechnungen, aus diesen resultieren wieder Zahlen, die Summenfunktion benötigt Zahlen als Argumente. Also OK.

Summe("Haus";"Maus") hat als Argumente 2 Zeichenketten. Die Summenfunktion benötigt Zahlen als Argument. Also NICHT OK

Summe(B2:B5;10;14;3+5) hat 4 Argumente, alle geben Zahlen zurück, die Summenfunktion benötigt Zahlen als Argumente. Also OK.

Es sei hier darauf hingewiesen, dass z.B. die Summenfunktion in Bereichen untaugliche Zellwerte ignoriert. Man kann also Summe(B:B) schreiben um die Summe der Spalte zu erhalten auch wenn in der Spalte Textwerte stehen. Es gibt noch einige andere Funkionen, die "falsche" Zellwerte ignorieren.


Ich hoffe, dass ich ihnen Argumente etwas näher bringen konnte, letztendlich ist es so, dass man immer schauen muß, was eine Funktion für Argumente erwartet und von welchem Typ dieses sein müssen, wie ich die Argumente aber erstelle, ist meine Sache.

Dies werden wir im 3.Teil dieses Tutorials sehen, der sich mit verschachtelten Funktionen beschäftigt.

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